Verabschiedung von Ludwig Pl. Marbe

Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) verabschiedet Ludwig Pl. Marbe

Der Volksmund sagt, dass der Wechsel ein Teil der Beständigkeit und Teil einer jeden Vereinsgemeinschaft sei. Dieses Prinzip begleitet auch die 64-jährige Geschichte der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB).

Mit Ludwig Pl. Marbe beendet ein versierter Bankkaufmann seine AFB- Karriere. Über ein Dutzend Jahre war er Vorstandsmitglied – erst Schriftführer und dann verwaltete er die Gemeinschaftskasse als Kassier; daneben war er die Vertretung der Innenstadtbelange. Mit dem Oberlindenhock ist Marbe seit Jahrzehnten ebenfalls eng verbunden, – hier ist er der Verantwortliche in der Zierkommission, was nichts anderes bedeutet, dass Marbe einer der Hauptorganisatoren dieses beliebten, jährlich stattfindenden Hocks in der Oberstadt ist. Mit einer Laudatio der Vorsitzenden Winkler und einer künstlerisch schmuckvoll gestalteten Urkunde wurde Marbe in seinen AFB- Ruhestand verabschiedet – der Innenstadt wird er aber noch weiterhin verbunden bleiben.

Bei der Mitgliederversammlung der 18 in der AG Freiburger Bürgervereine zusammengefassten Stadtteilvertretungen wurde turnusmäßig der Vorstand neu gewählt. Vorsitzende bleibt Ingrid Winkler (gleichzeitig Vorsitzende Bürgerverein Herdern); ihre beiden Stellvertreter sind Bernd Beßler (Bv Zähringen) wie bisher und neu Andreas Roessler (Bürgerinnenverein Rieselfeld).

Wiedergewählt wurde Angelika Müller (Bv Günterstal) als Schriftführerin und Uto R. Bonde (Bv St. Georgen) als Pressesprecher. Neu im Amt des Schatzmeisters ist Jörg Dengler (Stadtteilverein Vauban), der die Nachfolge von Ludwig Pl. Marbe angetreten hat. Zum Beisitzer wurde neu gewählt Hubert Nixdorf (Lokalverein Haslach), der aus gesundheitlichen Gründen seinen Posten als bisherigen Stellvertretender Vorsitzender niederlegte und: Dieter Kroll (Bv Opfingen) wie bisher.

AFB Presseprecher

Uto R. Bonde

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Bürgervereine mit OB Salomon im Gespräch

OB Salomon mit dem AFB-Vorstand

Alljährlich findet ein Meinungsaustausch zwischen den17 AFB-  Bürgervereinen und OB Salomon statt – zuletzt am22. März 2017 in der historischen Kapelle Peter und Paul in St. Georgen.

Nach kurzer Vorstellung der örtlichen Bürgervereinsarbeit und der Vorstellung des neugewählten Vorsitzenden Martin Maier, wurden zahlreiche zentrale Anliegen aus allen Stadtteilen angesprochen.

Der BV St. Georgen berichtete über den großen Mangel an günstigen Wohnungen, der Notwendigkeit leer stehende Wohnungen zu erfassen, über den Abriss von historischer Bausubstanz, Probleme mit verstopften Straßen durch parkende Pkw´s und beklagte die Zurückstellung des Ausbaus des Uffhauser Platzes. Im Stadtteil werde immer auch wieder an die Erweiterung der Stadtbahnlinie von Vauban zum Gewerbegebiet Haid erinnert, die seit 1978 immer wieder ins Gespräch sei. OB Salomon sieht dazu derzeit keine neuen Erkenntnisse bezgl. der zukünftigen Planung.

Sozialer Wohnungsbau

OB Salomon erläuterte die Notwenigkeit der Schaffung neuen Wohnraums im Stadtgebiet und berichtete über die Entwicklung im projektierten Stadtteil „Dietenbach“, der den Neuzuzug bis 2030 aufnehmen solle. Der Neubau der ECA- Siedlung in Haslach schaffe kurzfristig eine Entlastung durch verdichtete Bauweise. Freiburg sei bundesweit ein Anziehungspunkt für Menschen, die hier attraktive Arbeitsplätze (insbesondere im Dienstleistungssektor), viel Kultur, angenehme Lebensverhältnisse, eine gute medizinische Versorgung und eine geringe Arbeitslosigkeit vorfinden (Quote 5,5%).

Für eine gewünschte Mietpreisbindung im sozialen Wohnungsbau sei das Land zuständig und nicht die Stadt. Aus den Reihen der Bürgervereine kam die Forderung, dass die Stadtbau den Beschluss des Gemeinderates von 50% sozialem Wohnbau umsetzen muss. Bei Ferienwohnungen habe die Verwaltung zwar das Instrument der Zweckentfremdungsverbote, es seien jedoch erst 11 Fälle aufgegriffen worden. Bei dieser Regelung müsse mit einer Stichtagsregelung (Anmeldung der Wohnung(en) vorgegangen werden. Dies erschwere aber die Maßnahmen, weil die vor dem Stichtag angemeldeten Wohnungen Bestandschutz hätten. Die bisherigen Umwandlungen von Ferienwohnungen hätten daher nur wenig zusätzlichen Wohnraum erbracht.

Verkehr

Der flächenmäßige Ausbau des Bus- und Bahnnetzes der VAG im Stadtgebiet (u.a. Innenstadtring) und das Radwegenetz müsse stetig mitwachsen um die Stadtbewohner mobil und attraktiv an die City anzubinden. Hier sei Freiburg an bundesdeutscher Spitze, so OB Salomon.

Räume für Bürgervereinsarbeit

Die AFB beklagte, dass die Bürgervereine für ihre Sitzungen und Besprechungen, sowie Archivmöglichkeiten keine geeigneten Arbeitsräume haben und permanent auf Raumsuche sind („auf der Flucht“) – leider sei auch im neuen Rathaus kein Angebot dafür vorgesehen. Einige Bürgervereine müssen für Raumnutzung ihrer ehrenamtlichen Arbeit Miete bezahlen. Der versprochene Raum im neuen zentralen Verwaltungsgebäude im Stühlinger (Rathaus) solle lediglich dem BV Stühlinger zur Verfügung stehen vermeldete die städtische Raumvergabestelle.

Das Objekt „altes Bahnwärterhäuschen in der Wiehre“ scheidet als zentraler Ort aus, außerdem ist es stark renovierungsbedürftig. Neben den voraussichtlichen Sanierungskosten von geschätzten 100.000 Euro fallen noch monatliche Mietkosten von 1.000 Euro auf die ev. Nutzer zu. Dies könne kein Bürgerverein finanzieren.

Sicherheitslage in Freiburg

OB Salomon berichtete über die mit der Landesregierung getroffenen Vereinbarungen zum Thema Sicherheit in der Stadt. Die Polizei bekäme jetzt zusätzliche Stellen und könne erhöhte Präsenz im Innenstadtbereich zeigen. Man erhoffe sich dadurch eine Abschreckung bei den Kriminalitätsdelikten. Die hoheitliche Polizeigewalt verbleibt ausschließlich bei der Landespolizei.

Der durch die Landesregierung geforderte Anteil der Stadt stelle die Aufstockung des Gemeindevollzugsdienstes dar, der durch speziell geschulte Personen (ca. 10 Personen); diese sollen die Arbeit der Polizei durch Streifgänge ergänzen. Allerdings nur tagsüber, als Präventionsmaßnahme. Nach Auffassung des OBsei es in erster Linie Aufgabe der Polizeidirektion (PD), für die Sicherheit in der Stadt auch nachts zu sorgen.

Die uniformierten GVD-Mitarbeiter sollen zur Deeskalation und zu Personenkontrollen, sowie zu Fahrzeugkontrollen eingesetzt werden. Es handele sich hierbei nicht um das Konzept des KOD, der ausschließlich wegen der Lärmproblematik hätte eingesetzt werden sollen. Durch die Arbeit des GVDs könnte es vermehrt zu Ordnungswidrig- keitenverfahren kommen, die in der Folge von der Stadtverwaltung bearbeitet werden müssten. Der Oberbürgermeister ist davon überzeugt, dass eine Zustimmung durch den Gemeinderat zu diesem Konzept erfolgen wird.

Die Stadt hat zudem 200.000 Euro für Arbeiten in Bezug auf Sicherheit für folgende Maßnahmen bereitgestellt:

–           Beleuchtung des öffentlichen Raums

–           Rückschnitt von Sträuchern und Bewuchs, damit Dunkelräume sicherer gestaltet
werden können; hierzu wird es im Garten- und Tiefbauamt (GuT) neue Stellen für
Heckenrückschnitte etc. geben;

–           Sicherheit an Haltestellen ÖPNV – Ersetzen von undurchsichtigen Wartestellen durch
transparente Wände z.B. Runzmattenstraße;

–           Sicherheit an Schulen

–           Sicherheit für Mitarbeiter der Stadtverwaltung

Vorgesehen ist, dass die in Umkirch stationierte Bereitschaftshundertschaft der PD jederzeit einsetzbar ist. Fußkontrollen der PD sollen ergänzend für Sicherheit sorgen.

Video-Überwachungen sind wie folgt geplant:

Video mit direkter Monitor-Überwachung durch die PD in den Gebieten: Video durch die Stadt Freiburg ohne direkte Monitor-Überwachung in den Gebieten:
    Bermuda-Dreieck   Stühlinger Kirchplatz
    Bertoldstraße   Colombipark
   Areal um den Hauptbahnhof   Sedan Quartier

Die AFB drängt darauf, dass im Gemeinderat das Thema „Frauentaxi“ nachdrücklich behandelt wird und ein geeignetes Verfahren zur Sicherheit, insbesondere in den Nachtstunden, realisiert wird.

Quartiersarbeit

Zur Neuordnung der Quartiersarbeit gibt es bereits eine Ausschreibung zur Vergabe an neue Träger, die im Gemeinderat und im Sozialdezernat beraten wird.

Uto R. Bonde
Pressesprecher der AFB
Foto: AFB

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Anti-Graffiti Aktion 2017

Bürgervereine sind aktiv an „Anti- Graffiti“ beteiligt

Illegale Graffiti gelten als Sachbeschädigung. In der Öffentlichkeit finden diese „wilden Beschmierungen“ viel Widerspruch. Für die Bürger und Bürgerinnen stellen sie eine Störung des öffentlichen Straßenbildes dar und auch eine Störung des Sicherheitsempfindens.

Um dem Gestaltungsdrang -meist jugendlicher- Künstler zu entsprechen, gibt es seitens der Stadtverwaltung zur Bemalung vorgesehene Flächen.

Infos zu legalen Flächen finden Sie auf der städtischen Homepage unter dem Stichwort „Jugendliche“ oder beim Garten- und Tiefbauamt.

Seit September  2007 gibt es das „Solidarmodell Anti-Graffiti“, bei dem der Verein „Sicheres Freiburg“ die Federführung zur Durchführung hat und die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) im Vorstand aktiv mitarbeitet. Der Verein ist der operative Arm der kommunalen Kriminalprävention. Hauptziel des Vereins ist es, die Kriminalitätsverhütung in Freiburg möglichst breit zu verankern.

Kooperationspartner bei diesem Solidarmodell sind die Bürgervereine, die Malerinnung, Polizei, Justiz, VAG, Stadt Freiburg, Jugendhilfe im Strafverfahren, die Friedrich- Weinbrenner-Gewerbeschule und die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund und weitere Akteure.

Bisher gab es in folgenden Stadtteilen 12 Aktionswochen:

1. Mittel/-Unterwiehre
2. Betzenhausen/ Mooswald
3. Littenweiler
4. Opfingen
5. Oberwiehre/ Waldsee
6. Zähringen
7. Innenstadt
8. Herdern
9. Stühlinger
10. Weingarten/ Haid
11. Haslach und
12. Brühl-Beurbarung

(Chronologie und Fotos siehe Homepage www.sicheres-freiburg.de).

Im Laufe der vergangenen Jahre gelang die Entfernung von über 540 Tags und illegalen Graffitis, auf über bis zu 2550 qm großen Flächen.

Uto R. Bonde
AFB Pressesprecher

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Ausgezeichnetes Bürgerengagement

„So lebendig und vielfältig“ lobte Bürgermeister Ulrich von Kirchbach das freiwillige- gemeinschaftliche Engagement Freiburger Bürger für ihre Stadt.

Den gesellschaftlichen Einsatz würdigt die Stadt Freiburg Jahr für Jahr am Internationalen Tag des „Ehrenamtlichen Engagements“, der weltweit am 5. Dezember gefeiert wird.

Bei der diesjährigen 16. Festveranstaltung im Ballhaus Freiburg wurden in den Sälen der Tanzschule Gutmann die Leistungen ehrenamtlich und freiwillig tätiger Bürgerinnen und Bürger gefeiert. Bürgermeister Ulrich von Kirchbach zeichnete stellvertretend drei Personen und vier Projekte aus, es wurde zum sechsten Mal der AOK-Preis für präventives gesundheitliches Engagement und der Wilhelm-Oberle-Preis für soziales Engagement vergeben.

Ulrich von Kirchbach wies darauf hin, dass das bürgerschaftliche Engagement durch das freiwillige Für- und Miteinander den sozialen und demokratischen Zusammenhalt des Gemeinwesens stärke: „Freiburg bietet dank seiner lebendigen Vielfalt viele Möglichkeiten, um Erfahrungen, Kompetenzen und Vorlieben kreativ einzubringen. Davon profitieren wir alle außerordentlich.“

Zu den Geehrten zählte auch der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee.

Als 2015 die große Zahl von Kriegsflüchtlingen auch in Freiburg ankam, wurde die alte Stadthalle binnen Wochen mit bis zu 440 Flüchtlingen belegt. Auch hier galt es schnell diesen Menschen zu helfen. Der Bürgerverein sah es als seine Verpflichtung an, sich für diese Menschen als neue Mitbürger einzusetzen. Das große Engagement beruhte auf dem Interesse, dass nur integrierte Flüchtlinge zu echten Bewohnern Freiburgs werden können. Zentral war daher die Sprachvermittlung. Noch vor dem Einzug der Flüchtlinge wurden Helferkreise mit über 450 Hilfswilligen gebildet, sowie eine Organisationsstruktur, die beispielgebend für viele Helferkreise war. Rund ein Dutzend Kooperationspartner wie Sportvereine, kirchliche, soziale und kulturelle Einrichtungen oder auch Jugendeinrichtungen und natürlich die umliegenden öffentlichen und privaten Schulen wurden nachhaltig gewonnen und mussten koordiniert werden. Bis zum Dezember wurden 160 Akteure über den Lenkungskreis des Bürgervereins koordiniert, auch um möglichst viele ehrenamtliche Helfer beim Wechsel zu den neuen Wohnquartieren zu unterstützen.

Das Flüchtlingsschicksal

Weiterhin leben die Flüchtlinge in Sorge um die in der alten Heimat gebliebenen Familienmitglieder, sie leiden unter den Erlebnissen ihrer Flucht und realisieren jetzt langsam ihre neue Lebenssituation.

Die Chancen für sie in unserem Land sind sehr unterschiedlich. Einerseits bedingt durch die eigene Persönlichkeit in Verbindung mit sozialer Prägung, Kultur und Bildung, andererseits durch politische Regelungen der Bundesregierung, einzelnen Herkunftsländern unterschiedliche Aufenthaltsquoten zuzuschreiben. So kommt es, dass Syrer, Iraker und Eritreer zu über 90% Asyl gewährt bekommen, Afghanen nur zu ca. 50 %, und Menschen vom Balkan mit Nichtanerkennung rechnen müssen, da ihre Länder zu Sicheren Herkunftsländern erklärt wurden, was im Einzelfall für die Betroffenen dramatisch sein kann.
Dem gegenüber stehen wir, ein Heer von ehrenamtlichen Helfern, und jeder Einzelne musste in den vergangenen Monaten lernen, dass guter Wille unter Umständen nicht ausreicht. Jeder Schritt war auch für Hauptamtliche und Verwaltung neu, es gab keine erprobten Richtlinien und guter Rat war oft teuer. Bei aller Sympathie und Hilfsbereitschaft drehte man sich gelegentlich im Kreis oder scheiterte an verwaltungstechnischen Auflagen, die durchaus vernünftig klangen, am Ende aber vieles scheitern ließen.
Frust gesellte sich zu den verschiedenen Gefühlen, die einen sowieso schon beherrschten: Hatte die Verständigung geklappt oder traute sich der Andere bloß nicht zu sagen, dass er keine Lust hat? Gab es Missverständnisse oder nur unterschiedliche Wertigkeiten? Wie kann man falscher Erwartungshaltung begegnen oder wie kann man Mut machen, neue Schritte zu wagen? Geholfen hat immer persönliche Empathie im Gleichgewicht mit einem pädagogischen Ansatz als Integrationshilfe.
Das aber erforderte oft viel Energie und persönliche Stabilität und deshalb ist es kein Wunder, dass der Helferkreis zu einem harten Kern zusammengeschmolzen ist. Kraftgeber ist die gegenseitige Sympathie und die Bereicherung, die auch wir bei unserem Einsatz auf vielfältige Weise erfahren. Offenheit, Herzlichkeit und Gelassenheit sind einige davon, dazu kommt die Gelegenheit, eigenes Verhalten zu hinterfragen und Routinen zu durchbrechen.

Für viele von uns sind Freude und Erfolgserlebnisse die vorherrschenden Momente und so haben wir uns alle tatkräftig eingesetzt, so das Resümee´ des Bürgervereins; stellvertretend nahm Vorsitzender Hans Lehmann mit einer Delegation die städtische Ehrung in Empfang. Tage zuvor vertrat Lehmann alle ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer Freiburgs in einer Talkrunde im Ersten Fernsehprogramm.

Text/AFB: Uto R. Bonde   -AFB Pressesprecher-  // Foto:  Fionn Große/ Bv

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AFB zur Straßenbenennung

Mehrheit plädiert für den Verbleib der Namen

Eine Mehrheit der in der Arbeitsgemeinschaft der Bürgervereine (AFB) zusammengeschlossenen 18 Bürgervereinen hat sich bei einer Rundfrage zum Freiburger Namensstreit für die Beibehaltung der Straßenbezeichnungen ausgesprochen.

Die Einschätzung der vom Gemeinderat eingesetzten Expertenrunde wurde sehr unterschiedlich bewertet. Zum Teil sehr kontrovers werden auch die Lebensleistungen der „beanstandeten“ Personen eingeschätzt, die von der Kommission vorgeschlagen werden, sie von den Straßenschildern zu tilgen.

Eine Mehrheit der Bürgervereinsvertreter kann sich eher vorstellen, dass Straßenbezeichnungen mit zusätzlichen Textergänzungen über den Namensträger versehen werden.
Einigkeit bestand bei allen Befragten, dass über alle historischen Ereignisse und Personen diskutiert werden könne. Viele äußerten die Sorge, das Thema würde „zu hoch gehängt und zu emotional von Befürwortern und Gegner behandelt“.

Die Zeitgeschichte sollte trotz aller Kontroversen „nicht neu geschrieben“ werden, wurde argumentiert.

Uto R. Bonde
AFB- Pressesprecher

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Bürgervereine im Gespräch mit Gemeinderäten

Sanierte Wohnungen müssen für Mieter bezahlbar bleiben

  • muss die Stadt sich selbst mehr um Sozialwohnungen kümmern?
  • kritische Bürgerfragen sind kein Querulantentum

Die 18 Freiburger Bürgervereine leisten seit Jahrzehnten wertvolle Arbeit im Rahmen der Bürgerbeteiligung in ihren Stadtteilen;“ unsere Wortmeldungen sind Ausdruck verantwortungsvollen Einsatzes für das Freiburger Gemeinwohl – und kein Querulantentum“, erklärte der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) bei einer gemeinsamen Aussprache mit Vertretern aller Gemeinderatsfraktionen.

Eines der Hauptthemen war die Wohnungssituation; insbesondere der hohe Bedarf an kostengünstigem Wohnraum für junge Familien und einkommensschwächere Mietergruppen. Viele Bürger fragen, warum preiswerter Wohnraum im Stadtgebiet zu Gunsten neuem, teuren Wohnungen abgerissen wird, deren Mieten oft nach Sanierungen von der angestammten Bewohnerschaft nicht mehr bezahlt werden kann.

Werden die Freiburger Mieten durch diese überregionale Werbung noch zusätzlich in die Höhe getrieben?
Muss deshalb wertvoller Mooswald geopfert werden?

Zahlreiche Stellungnahmen wurden zu den Auslegungen von Baugenehmigungen nach § 34 BauGB; Bauen im (vorhandenen) Innenbereich vorgetragen; es herrschte verbreitet die Meinung vor, dass „dieser Gummiparagraf beliebig durch Bauträger ausgelegt“ werde und daher zu umstrittenen Projekte in den Stadtteilen führe.

Massive Kritik wurde auch an Entscheidungen des Denkmalschutzes (als „zahnloser Tiger“ bezeichnet) vorgetragen, da manche Verwaltungsentscheidung nur mit großen Zweifeln zur Kenntnis genommen werden könne, wie beispielsweise beim „Schwarzwaldhaus“, dem „Amerikahaus“ und beim Wohnhaus in der Wiehre, wo es um die Fassadenbemalung ging.

Etliche Bürgervereine beklagten, dass sie in ihren Stadtteilen erhebliche ehrenamtliche Arbeit investiert haben in dem sie Befragungen/Erhebungen und Zukunftsvisionen „wie wollen wir in unserem Quartier künftig leben“ entwickelt haben. Diese seien von zahlreichen Arbeitskreisen erarbeitet und in Schriftform gegossen worden, wie z.B. STEP (Stadtteilentwicklungspläne), STELL (Stadtteilleitlinien) und Erhebungen zur Sozialstruktur (Rahmenpläne) sowie zur Lebenssituation älterer Menschen. Wo diese Ergebnisse nun in die städtischen Planungen eingeflossen seien, sei ihnen kaum nachvollziehbar.

Auch viele der Bürger, die ehrenamtlich mitgearbeitet haben, fragten sich nun, wo diese Ergebnisse in der Stadtpolitik wieder zu finden seien bzw. ob sie sich umsonst engagiert hätten.

Die AFB erinnerte die Gemeinderatsvertreter, dass für die umfangreicher gewordene Beteiligungsarbeit in den Stadtteilen, durch vermehrt Kommunikation, Koordination, Sach- und Verwaltungsarbeit, auch für die Bürgervereine und die AFB geeignete Arbeitsräumlichkeiten notwendig seien. Die Arbeit der Bürgerbeteiligung könne nicht permanent in Nebenzimmern von Gasthäusern, bei Kirchengemeinden oder in den Wohnzimmern der Vorstände stattfinden.

Die anwesenden Gemeinderäte/ Gemeinderätinnen versicherten, dass sie auch in Zukunft mit der AFB stadtteilübergreifende und mit den Bürgervereinen quartiersbezogene Kommunikation pflegen wollen um verträgliche Lösungen zu erreichen.

Uto R. Bonde
AFB- Pressesprecher

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Kämpfer für Haslach: Hubert Nixdorf erhält Landesehrennadel

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OB Salomon übergibt die Ehrennadel des Landes Baden- Württemberg an Hubert Nixdorf.

DSC_5734 Irene+ Hubert Nixdorf + OB

von rechts: OB Salomon; Eheleute Nixdorf und Markus Schupp, Vorsitzender des Lokalvereins Haslach

In fast allen Stadtteilen der Stadt laden Bürgervereine zu Festen und Feiern ein – so auch in Haslach. Einer der Höhepunkte des 10. Haslacher Stadtteilfestes war neben dem Besuch von OB Dieter Salomon dieses Jahr die Auszeichnung eines langjährigen engagierten Bürgers für seine ehrenamtliche Arbeit über Jahrzehnte für seinen Stadtteil. Für vier Jahrzehnte bürgerschaftlicher Arbeit überreichte OB Salomon die silberne Ehrennadel des Landes Baden- Württemberg an Hubert Nixdorf.

Das Stadtoberhaupt fand viele ehrende Worte für das sehr umfangreiche Engagement des 72-jährigen Bürgers, der eine sehr hohe Akzeptanz und Anerkennung im Stadtteil geniest. Auch das ständige Engagement der AFB und aller Bürgervereine lobte OB Salomon. AFB Vorsitzende Ingrid Winkler sprach ihrem Stellvertreter Nixdorf den Dank der Bürgerschaft und Bürgervereine für sein unermüdliches und selbstloses Eintreten aus -Pressesprecher Uto R. Bonde skizzierte den beruflichen Werdegang des beispielhaften Bürgers in Uniform, Oberstabsfeldwebel a.D. Hubert Nixdorf.

Bereits 1976 wurde er zum Elternvertreter in der Haslacher Vigelius- Grundschule gewählt. In gleicher Funktion war in der Pestalozzi Realschule (6 Jahre) und im St. Ursula Mädchengymnasium (8 Jahre) engagiert, ebenso fünf Jahre als stellvertretender Gesamtelternbeiratsvorsitzender aller Freiburger Schulen. Das Wohl und Weh der Pestalozzischule beschäftigte ihn seit 1990 als er dort den Förderverein gründete und bis in jüngster Vergangenheit auch leitete. Seit 2001 nahm er regen Anteil an der Vorstandsarbeit des Haslacher Lokalvereins dessen 1. Vorsitzender er dann auch für 9 Jahre übernahm. In dieser Zeit war der Lokalverein eine vielgefragte Anlaufstelle und Partner der Stadtverwaltung bei zahlreichen lokalen Entwicklungsthemen aus den Bereichen Soziales, Wohnen, Sanierungsgebiete, Schulen und Stadtentwicklung – beispielhaft ist das jährliche Dreikönigstreffen als öffentliches Forum für Bürgerfragen, das auch von Hubert Nixdorf engagiert moderiert wurde.
Ab 2009 übernahm er auch Mitverantwortung im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Freiburger Bürgervereine (AFB), wo er seit zwei Jahren als stellvertretender Vorsitzender die Interessen aller 18 Freiburger Stadtteilvertretungen wahrnimmt.

Text und Fotos: Uto R. Bonde, AFB Pressesprecher

 

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AFB- Vorstand wieder komplett

Ingrid Winkler – neue AFB Vorsitzende

2016_ Vorstand Nachwahl

Der AFB- Vorstand 2016 (vlnr): Hubert Nixdorf, Andreas Rössler, Dieter Kroll, Angelika Müller, Jörg Dengler, Ingrid Winkler, Bernd Beßler, Uto R. Bonde Foto: AFB

Der Dachverband der 18 Freiburger Bürgervereine hat mit einer Nachwahl wieder alle Vorstandsämter besetzt.

Einstimmig wurde die bisherige kommissarisch tätige Stellvertreterin, Ingrid Winkler, zur neuen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft ( AFB ) gewählt; sie bleibt weiterhin auch Vorsitzende des Bürgervereins Herdern.

Im Amt des Stellvertreters folgt ihr der bisherige Schriftführer Bernd Beßler vom Bürgerverein Zähringen.

Die Schriftführung übernimmt (neu) Angelika Müller (Bv Günterstal).  Nachgewählt wurden die beiden Beisitzer: Dieter Kroll (Vorsitzender Bürgerverein Opfingen) und Andreas Rössler (Vorsitzender des BürgerInnenvereins Rieselfeld).

Bei den weiteren Vorstandsposten Pressesprecher (Uto R. Bonde) und Kassier (Ludwg Pl. Marbe) sowie dem weiteren Stellvertreter (Hubert Nixdorf) gab es keine Veränderungen.

Die Nachwahlen waren notwendig geworden, da die bisherigen Amtsinhaberinnen Anca Rossler- Koslar, Daniela Ullrich und  Zinaida Nabulsi ausgeschieden sind.

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Beteiligungsarbeit zur Stadtentwicklung

Bürgervereine leisten wertvolle Beteiligungsarbeit zur Stadtentwicklung
— Städtische Unterstützung muss auf den Prüfstand –

Die 18 Freiburger Bürgervereine leisten seit Jahrzehnten wertvolle Arbeit im Rahmen der Bürgerbeteiligung in ihren Stadtteilen, „ihre finanzielle Förderung muss dringend aktualisiert werden“, stellt der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) fest.

In den letzten Wochen hat der AFB–Vorstand mit allen Fraktionen des Gemeinderates intensive Gespräche geführt. Bei dem offenen Meinungsaustausch stellte sich die AFB in ihrer neuen Zusammensetzung nach den Vorstandswahlen vor.

Seit über 60 Jahren ist die AFB das gesamtstädtische bürgerschaftliche Sprachrohr aller Bürgervereine und nimmt zu relevanten stadtteilübergreifenden Themen Stellung und fördert den gesamtstädtischen Blick.

Besonderes Augenmerk benötigen die strukturellen Zukunftsplanungen, aber auch die Begleitung von Großbauprojekten und die strikte Einhaltung der vereinbarten Planungsausführung. Wegen der restriktiven Anwendung des Datenschutzes seitens der Verwaltung erfahren die Bürgervereine oft nur über Anliegerinformationen von baulichen Vorhaben- oft müssen hier noch Gespräche bei Verwaltung und Bauträgern eingefordert werden, wenn wichtige Folgewirkungen nicht genügend beachtet wurden. Mit konstruktiver Kritik versuchen Bürgervereine und AFB berechtigte Bürgerinteressen des Stadtteiles in planerische Entscheidungen einzubringen- als sachkundige Bürgervertreter werden sie in der Regel auch angehört. Um die Anhörungs- und Beteiligungsverfahrung für alle Verwaltungsebenen zu vereinfachen, wird derzeit im Baudezernat an einer entsprechenden Gemeinderatsvorlage gearbeitet. Viel Ehrenamtszeit kostet die Mitarbeit etlicher Mitglieder im Rahmen des derzeit laufenden Prozesses für den Perspektivplan für die Zukunftsplanung Freiburgs.

Erheblichen Handlungsbedarf sieht die AFB in der finanziellen Unterstützung der vielen ehrenamtlich geleisteten Aktivitäten der Bürgervereine. In den vergangenen Jahren wurden hierbei mehrere wichtige bürgerschaftliche Befragungen/Erhebungen und Zukunftsvisionen entwickelt, die von Arbeitskreisen erarbeitet und in Schriftform gegossen wurden wie STEP (Stadtteilentwicklungspläne), STELL (Stadtteilleitlinien), Erhebungen zur Sozialstruktur (Rahmenplan) und zur Lebenssituation älterer Menschen. Für diese sehr umfangreiche bürgerschaftliche Arbeit wird eine wirtschaftliche Unterstützung aus dem Stadtsäckel erforderlich – die bestehenden Regelungen wie Sockelbetrag (1200 Euro p.a. je Bürgerverein) und Aktivitätszuschuss (je nach Umfang der Bürgervereinsaktionen) gelten unverändert seit 13 Jahren – eine Anpassung ist längst überfällig. Hierüber soll nun neu verhandelt und neue, angepasste Beträge sollten im Haushalt beschlossen werden. Hierzu haben Gemeinderäte ihre Mitwirkung signalisiert (siehe auch der entsprechende Antrag der CDU- Fraktion und Freiburg Lebenswert (FL/FF).
Die Beteiligungsarbeit ist umfangreicher geworden und macht vermehrt Kommunikation, Koordination, Sach- und Verwaltungsarbeit notwendig.
Die AFB als Dachorganisation der Bürgervereine braucht dringend eine zentrale Räumlichkeit; hier stellt sich die AFB die ständige Benutzung einer der drei vorgesehenen Bürgerräume im neuen Rathaus im Stühlinger vor.
Zu den bisherigen Fraktionsgesprächen zieht Anca Rosler-Koslar, AFB- Vorsitzende, folgendes Fazit:

„Die Fraktionen haben unsere Anliegen insgesamt positiv aufgenommen, überall war der Austausch gut, fruchtbar und mit deutlichem Interesse an echten guten Lösungen für die Bürgervereine und die AFB“.

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AFB beim Tag der offenen Tür der neuen BEA

BEA_  Nixdorf+ RP'in Schäfer + Fehrenbacher_ 2015_08_28_ WEB
Foto: AFB, Uto.R.Bonde

Die AFB hat nicht nur vor Wochen Zeichen gesetzt für die Aufnahme von Flüchtlingen- mit einer beachteten Pressemeldung.
Auch beim Tag der Offenen Tür der Bedarfsorientierten Erstaufnahmeeinrichtung (BEA) als Informationsveranstaltung für die in der Nachbarschaft lebenden Menschen am Samstag, 29. August waren zahlreiche Vertreter der AFB und Vorstandsmitglieder der Bürgervereine Haslach und St. Georgen anwesend. Mit ihrer Präsenz demonstrierten sie den Willen, sich engagiert für eine geordnete Not-Unterbringung in Freiburg einzusetzen. Der Vorschlag für diesen Tag der offenen Tür kam aus den Reihen der Bürgervereine und viele Anwohner nutzten diese Gelegenheit, sich persönlich ein Bild von den neuerstellten Zeltbauten, der Aufteilen der einzelnen Bereiche und der geplanten organisatorischen Abläufe der Flüchtlingsaufnahme zu machen.
Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und das RP-Team um Ansgar Fehrenbacher erläuterten die Rahmenbedingungen, wie es zu dieser Notaufnahmestelle auf dem Gelände der Landespolizeiakademie kam.
Unter den interessierten Zuhörern waren auch Bundestagsabgeordnete und zahlreiche Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.

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