AFB- Vorstandsmitglieder fast 100 Jahre ehrenamtlich aktiv

Neue Personalien im AFB- Vorstand

AFB- Vorstandsmitglieder fast 100 Jahre ehrenamtlich aktiv

Die bisherigen Vorstandsmitglieder der AFB konnten in 2023 zusammen auf rekordverdächtige aktive Vorstandstätigkeit zurückblicken – es sind fast 100 Jahre (genau 99 Jahre).

Verabschiedet wurde Jörg Dengler, der satzungsgemäß aus dem AFB- Vorstand als Schatzmeister ausgeschieden ist, da er in den Freiburger Gemeinderat nachgerückt ist – Nachfolgerin ist Jana Witzel (BV Landwasser).

Die bisherigen acht Vorstandsmitglieder stammen aus den Bürgervereinen Günterstal, Haslach, Herdern, Opfingen, Rieselfeld, St. Georgen, Vauban und Zähringen; ihre „ehrenamtliche Amtszeit“ bewegt sich in der Zeitspanne von 4 bis 35 Jahren. Derzeit kümmern sich  drei Frauen und fünf Männer um die zentrale Vertretung gemeinsamer Belangen aus den 18 Freiburger Bürgervereinen. Sämtliche Tätigkeiten werden ehrenamtlich ausgeführt

Die AFB konnte 2022 ihr 70 jähriges Bestehen mit einer Präsentation auf dem Rathausplatz und einem Festakt im Historischen Rathaus feiern.

Die AFB ist der Zusammenschluss der 18 Bürgervereine in der Stadt Freiburg. Diese bilden mit insgesamt rd. 7.000 eingeschriebenen Mitgliedern den Bevölkerungsquerschnitt des jeweiligen Stadtteils ab. In einigen Stadtteilen tragen auch etliche Vereine und Organisationen die Bürgervereine mit (diese werden nur als 1 Mitglied gezählt).

In Anerkennung ihrer Arbeit erhalten die einzelnen Bürgervereine jährlich einen kleineren Zuschuss der Stadt.

Der älteste Bürgerverein wurde bereits 1875 in der „Wiehre“ gegründet, 1890 folgte „Haslach“ und 1899 „Herdern“; die meisten Gründungen fanden in der unmittelbaren Nachkriegszeit in den Fünfziger Jahren statt.

Print Friendly, PDF & Email

Erfahrungsaustausch 2023 mit Gemeinderäten

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der AFB am 21. September 2023 fand auch der jährliche Erfahrungsaustausch mit Vertretern der Gemeinderatsfraktionen statt.
Dabei wurde rege über stadtteilübergreifende Themen der Bürgervereine und des AFB- Vorstand mit Vertretern der Gemeinderatsfraktionen diskutiert. Der jährliche Erfahrungsaustausch soll die Sicht der Stadtteile vermitteln, die sich aus Gemeinderatsbeschlüssen und/oder Entscheidungen der Stadt in den Stadtteilen ergeben.

Gemeinderäte bei der AFB;
Foto: Uto.R.Bonde

Hier nur ein kleiner Überblick der angesprochenen Themenfelder:

Bebauung
Der Abriss von historischen Gebäuden wird in den Stadtteilen manches Mal als Verlust von ortsgeschichtlich interessanten Objekten wahrgenommen; insbesondere dann, wenn die Bürgervereine von der Stadtverwaltung oder Gemeinderat nicht vom Abriss informiert werden.
Die Frage nach einem informativen und aktiven Denkmalschutz in FR wird aufgeworfen. Die Bürgervereine wollen gewachsene Ortsbilder oder charakterliche Gebäude als Identitätsmerkmale im jeweiligen Stadtteil erhalten. Baumaßnahmen sollten nur bei schonenden Eingriffen in die Gebäude oder Gebäudeensembles zugelassen werden. Beklagt wird, dass die Bürgervereine nie über genehmigt Bauobjekte informiert werden; i.d.R. erfahren die BV erst  durch Angrenzer von Bauvorhaben.

Vorgartensatzung
Kritisiert wird, dass zunehmend begrünte, d.h. bepflanzte,  Vorgärten zu versiegelten Parkflächen umgewandelt werden und sich damit die Ansicht von Straßenräumen völlig verändert. Insbesondere dann, wenn Umzäunungen und Pflanzen ersatzlos entfernt werden.
Eine vor Jahren beabsichtigte Vorgartensatzung wird von der Verwaltung nicht mehr verfolgt, da hierzu klare Zielvorgaben fehlen.
Die wesentlich angehobenen Gebühren für das „Anlieger-Parken“ führten zu einer zunehmenden Umwandlung von Vorgärten zu Stellplätzen. Dieser Zielkonflikt muss sorgfältig im Auge behalten werden.

Lärm
Störender Nachtlärm führt zu massiven Klagen von Anwohnern, die um ihren nötigen Erholungsschlaf gebracht werden. Seit Jahren bestehen Schwerpunkte (Hotspots) in der Innenstadt und in verschiedenen Stadtteilen, dort kommt es häufig bis in die Morgenstunden zu erheblichen Lärmstörungen.
Städtischer Ordnungsdienst (VD), Nachtmediatoren (bis 22 Uhr im Einsatz) und Polizei bringen oft nur punktuelle und vorübergehende Beruhigung. Das beschlossene Verbot von lauten Musikgeräten (Boxenverbot) muss auch überwacht werden, erst dann kann es auch Wirkung zeigen. Das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes (VGH) vom 17.08.2023, Az. 1 S 1718/22 hat klargestellt, dass es alleinige Aufgabe der Stadt ist für die Einhaltung der Nachtruhe der Anlieger zu sorgen; nicht die der Polizei. Die Stadtverwaltung ist demnach zum Handeln verpflichtet. Innenstadtbürger haben dies nach 20 Jahren „erkämpft“.

Vermüllung
Beklagt wird, dass an zahlreichen Treffpunkten (Schulhöfen, Spielplätzen, am Dreisamufer und am Seepark) zurückgelassener Müll massive Verunreinigungen und Gefährdungen darstellen.

Bauernmärkte auf öffentlichen Flächen
Die unterschiedlich bestehenden Nutzungsregelungen – Gebühren – je nachdem auf welchen Grundstücken  die Märkte stattfinden wurden reklamiert. Es soll nun im Herbst eine Vorlage erstellt werden auf deren Basis der Gemeinderat eine neue – einheitliche – Regelung beschließen kann.

Feste in den Stadtteilen
Die bestehende Regelungen (die sogenannte „Blaupause“) für die Durchführung von Festen der Bürgervereine werden diskutiert, insbesondere die erlassenen Sicherheitsauflagen. Hierzu besteht noch immer Handlungsbedarf, insbesondere bei der Umsetzung durch die Stadtverwaltung.

Kühle Orte/ Entsiegelung
Alle Bürgervereine sind der Meinung, dass dem Klimaschutz, speziell aufgrund des Hitzesommers 2023 und seiner Auswirkungen auf Menschen und Umwelt, mehr Beachtung geschenkt werden muss und geeignete Maßnahmen der Stadtgestaltung und -planung notwendig sind. Insbesondere Maßnahmen der Renaturierung/ Entsiegelung und der Schaffung schattiger Ruhezonen sowie der Umgestaltung von Straßenräumen.

Dies wurde bereits, teilweise vor Jahrzehnten,  in den „Stadtteilleitlinien“ mehrerer Bürgervereine angeregt.

Print Friendly, PDF & Email

zum 70-jährigen der AFB: ein Geschenk der Stadt

Freiburger Mitte:  eine Sitzbank für die AFB

Erstmals zum 900. Stadtjubiläum im Jahre 2020 wurde die geografische Mitte der Stadt Freiburg ermittelt – sie befindet sich neben dem Haslacher Dorfbach am Melanchtonweg. Im Juni 2021 wurde dort eine Silberlinde gepflanzt und alle 18 Mitgliedsvereine der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) sind dort jeweils mit einer Steinplatte mit eingraviertem Vereinsnamen verewigt.

Anlässlich des 70 jährigen Bestehens der AFB im Jahre 2022 schenkte Oberbürgermeister Martin Horn der AFB-Jubilarin die Miniaturausgabe (ein Modell) einer Sitzbank mit dem Versprechen, das zu gegebener Zeit auch das Original des Sitzmöbels auf dem Platz in der Freiburger Mitte aufgestellt würde.

Im Rahmen des 15. Haslacher Stadtteilfestes 2023 übergab nun Erster Bürgermeister, Ulrich von Kirchbach, das Jubiläumsgeschenk in einer kleinen Feier, das die ökumenischen Liederkinder der Haslacher Kirchengemeinden umrahmten. Anwesend waren auch das früher langjährige AFB- Vorstandsmitglied Hubert Nixdorf, Altstadträtin Margot Queitsch, Chronist Hans Siegmund und etliche Mitglieder des Gemeinderates und der AFB- Bürgervereine.

Der AFB-Vorstand nahm bei sommerlicher Hitze eine Sitzprobe vor und befand das Handwerkstück als sehr gelungen und angenehm …….

Platz genommen haben:
Bernd Beßler (Zähringen), Bernd Eitenbenz (Haslach), Angelika Müller (Günterstal),   Ingrid Winkler (Herdern),
Andreas Roessler (Rieselfeld) und Uto R. Bonde (St. Georgen).

– mit einem Gläschen Sekt wurde das „Sitzmöbel“ eingeweiht –

Text und Foto: Uto R. Bonde; Gruppenbild:  Wolf-Dieter Winkler

Print Friendly, PDF & Email

OB – Gespräch 2023

AFB ist mit OB Horn im Gespräch

Der Vorstand der AFB ist im regelmäßigen Austausch mit der Stadtverwaltung und dem OB-Büro, dort ist Herr Fritz der zuständige Ansprechpartner.

Einmal jährlich findet dazu ein direkter Austausch der Mitglieder und des Vorstands mit der Verwaltungsspitz statt. Dazu haben wir OB Martin Horn direkt eine Liste derjenigen zentralen Themen vorgelegt, die die Bürgervereine im Rahmen der AFB- Mitgliederversammlung mit dem OB zu diskutieren wünschen.

Diese Diskussion hat am 19. Juli im Generationenhaus in Weingarten stattgefunden.

Die Impressionen hat AFB- Pressesprecher Uto R. Bonde eingefangen.

In der Diskussion wurden u.a. folgende Themen angesprochen:

— Kommunikation der Stadt mit den Bürgervereinen / der AFB

— Schulen; zu wenig Betreuungsplätze

— Bauen; Nachverdichtung ist zu hinterfragen; Grünflächen sollten erhalten bleiben;
Leerstände aufgreifen

— Feste; zu viele Auflagen; Lärm; Plätze für Jugendliche

— Vollzugsdienst (VD); Kürzung zurücknehmen; weitere Stellen nötig

 

Print Friendly, PDF & Email

Jubiläum: 70 Jahre AFB

Jubiläumsprogramm

Samstag, 22.10.2022  auf dem Rathausplatz

Themenschwerpunkt „Klima“

In einem Informationszelt werden sich die einzelnen AFB –  Bürgervereine vorstellen und ihre Arbeit in den Stadtteilen und verschiedenen Publikationen vorstellen.

Derzeit steht auf dem Rathausplatz das „Klimacamp“; einzelne Aspekte hieraus werden in unsere Veranstaltungen thematisch mit einbezogen.

Die Moderation der Themen in Form von Interviews übernimmt der ehemalige SWR-Moderator Harald Kiefer.

ab 11 Uhr wird es stündlich Interviews zu folgenden Themen geben:

  • Klima
  • Bauen und Wohnen
  • Mobilität und Infrastruktur
  • Aufgaben der Bürgervereine /  Attraktivität  /  Aufgaben in der Zukunft

15 Uhr           Ende der Veranstaltung
_______________________________________________________________________________________

Festakt

Donnerstag,  27.Oktober,   ab 19  Uhr  im   historischen Kaufhaus am Münsterplatz

interne Veranstaltung mit geladenen Gästen  –

  • Festvortrag: Staatssekretärin , Ute Leidig  (MdL)
    Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Stuttgart„Bürgervereine als Keimzelle funktionierender Bürgerbeteiligung“
  • Grußwort Oberbürgermeister Martin Horn
  • musikalische Umrahmung durch ein Ensemble der Pflüger Stiftung
  • gemeinsame Gespräche
Print Friendly, PDF & Email

AFB Jubiläum 2022

70 Jahre Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine

Seit sieben Jahrzehnten existiert die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) als Dachorganisation der 18 Bürgervereine. Die Bürgervereine verstehen sich als Vertreter der einzelnen Stadtteile; u.a. auch gegenüber der Stadt.

Aufgabe der AFB ist es, Probleme oder Themenstellungen, die mehrere  oder alle Stadtteile betreffen, aufzugreifen und zu bearbeiten.
In gemeinsamen Arbeitssitzungen und Mitgliederversammlungen werden Lösungsvorschläge erarbeitet und an den Gemeinderat und die Verwaltungsspitze als unsere Gesprächspartner weitergereicht.

Im Jubiläumsjahr 2022 ist ein
FESTAKT im Historischen Kaufhaus
am Münsterplatz
geplant.

Am Donnerstag, 27. Oktober sind alle AFB – Bürgervereine eingeladen gemeinsam das bürgerschaftlich- ehrenamtliche Jubiläum zu feiern.

Als Vertreterin der Landesregierung wird Staatssekretärin Dr. Ute Leidig, MdL, vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration zur Festversammlung zum ehrenamtlichen Engagement referieren.

Oberbürgermeister Martin Horn wird die Grüße der Stadt Freiburg überbringen.

Musikalisch wird die Feierstunde von einem Ensemble der Pflüger Stiftung, Freiburg,  festlich umrahmt.

Darüber hinaus gibt es reichlich Gelegenheit für persönliche Gespräche und Gedankenaustausch bei kleinen Kulinarische Snacks und Getränken.

Die Mitglieder des AFB- Vorstandes im Jubiläumsjahr laden ein.

AFB-Vorstand im Jubiläumsjahr vorne, von links: Angelika Müller, Schriftführerin und Ingrid Winkler, Vorsitzende hinten: Roessler, Andreas & Bernd Beßler, stellv. Vorsitzende sowie Uto Bonde, Pressesprecher, Jörg Dengler, Schatzmeister und Bernd Eitenbenz, Beisitzer Foto: Berthold Krieger

Im Rahmen des Jubiläums werden sich auch alle Bürgervereine auf dem Rathausplatz am Samstag, den 22. Oktober 2022 präsentieren.
– die Details zu diese Präsentation werden noch bekanntgegeben –

Print Friendly, PDF & Email

AFB für Erhalt des Vollzugsdienstes

Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine für Erhalt des VD
Stellungnahme zu den Beratungen des Doppelhaushalts 2021/ 2022

Die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) spricht sich für den Erhalt des „Vollzugsdienstes der städtischen Polizeibehörde“ (VD) aus – der VD darf keinesfalls abgeschafft oder stellenmäßig abgebaut werden.

Die Vorschläge einzelner Gemeinderatsfraktionen, die für eine Abschaffung des VD und der Streichung der letzten Ausbaustufe plädieren, lehnt die Vertretung aller 18 Freiburger Bürgervereine entschieden ab.

Für die Sicherheit  a l l e r  Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, ist eine öffentliche Pflichtaufgabe, die die Stadt Freiburg besonders im Rahmen der vereinbarten Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei (Land Baden- Württemberg) wahrzunehmen hat.

Dazu die AFB-Vorsitzende Ingrid Winkler: „Viele Rückmeldungen aus der Bürgerschaft belegen, dass der kommunale Vollzugs- und Ordnungsdienst sehr begrüßt wird. Dankbar wird wahrgenommen, dass er auch in den Nachtstunden unterwegs ist, deeskalierend wirkt und eben nicht nur in der Innenstadt Präsenz zeigt, sondern auch in den Stadtteilen. Nicht nur störende Vorkommnisse bei Veranstaltungen und Treffen verärgern und verunsichern die Bürgerschaft, sondern auch kriminelle Delikte. Durch die vorbeugende Präsenz von Sicherheitskräften erhöht sich nachweislich das Sicherheitsgefühl insbesondere bei älteren Menschen. Die Polizei kann aus Kapazitätsgründen nicht permanent vor Ort präsent sein, der VD, als zusätzliches Sicherheitsorgan zur Polizei, kann auch Sonderaufgaben wahrnehmen. Dass sich Fraktionen gegen den VD stellen oder ihn abschaffen wollen, ist aus Sicht der Bürgerschaft nicht zu verstehen!“

Die AFB spricht sich dafür aus, dass sich Bürgerinnen und Bürger allen Alters im Stadtgebiet sicher aufhalten und auch entsprechende Treff- und Bewegungsräume gefahrlos nutzen können.

Dass auch für die Jugendlichen mehr Räume geschaffen werden müssen, in denen sie sich frei bewegen können, steht außer Frage und ist auch in der Arbeitsgemeinschaft der AFB und seinen Bürgervereinen vor Ort immer wieder Gegenstand von gemeinsamen Gesprächen und Begegnungen
______________________________________________________________________________________________
Uto R. Bonde      AFB- Pressesprecher

Print Friendly, PDF & Email

Westbad; Wiedereröffnung der Außenbecken

Die Forderung, das Außenbecken des Westbades für die westlichen Stadtteile Betzenhausen- Bischofslinde, Mooswald; Brühl-Beurbarung, Landwasser, Lehen und Stühlinger zu erhalten, wird von der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) unterstützt. Der Vorstand der in der AFB zusammengeschlossenen 18 Stadtteilvertretungen mit über 7.000 Mitgliedern unterstreicht die Notwendigkeit eines Freibades im Westen der Stadt.

Die AFB fordert das Thema „Westbad“ (Freizeit- und Sportbad) im Doppelhaushalt 2023/24 aufzunehmen und die Realisierung zu betreiben mit dem Ziel der baldigen Wiedereröffnung des Freibads. „Schwimmen können ist kein Luxus, sondern verhindert Ertrinkungsunfällen besonders bei Kindern“ stellt der AFB- Vorstand fest und verweist auf die Deutsche Lebens- Rettungs- Gesellschaft (DLRG), nach der tödlich verlaufende Badeunfälle (Ertrinken) im Kindesalter, an zweiter Stelle der Unfallstatistik stehen.
Zahlreiche bürgerschaftlichen Initiativen und kommunalpolitische Bürgeraktionen der letzten Jahre zur Instandsetzung dieser wichtigen sozialen und freizeitsportlichen Anlage für über 40.000 Menschen im Westen der Stadt unterstreichen die außerordentlich hohe und generationenübergreifenden Bedeutung.

Die AFB fordert die Gemeinderatsfraktionen und die Verwaltung auf, die in den letzten Jahren gefassten Beschlüsse zur Sanierung- bzw. den Neubau umzusetzen.

Die baulichen Nutzungsverdichtung mit Wohnungen im Umfeld des Standortes (auch Dietenbach) machen die Wiederaufnahme des Außenbereichs des Westbades dringlich erforderlich– gerade die sommerlichen Hitzeperioden der letzten Jahre verdeutlichen den hohen Bedarf an wohnortnahen Flächen der sportlichen Betätigung und Erholung für Menschen aller Altersgruppen. Für Eltern mit Klein/ Kindern ist der geordnete Betrieb eines Freibades von großer Wichtigkeit und für Gestaltung des sozialen Miteinanders außerordentlich wichtig.

Die restriktiven Maßnahmen zur aktuellen Pandemie machen erhebliche soziale Folgen deutlich. Sehr viele Menschen mit ihren Familien können derzeit nicht mehr -wie gewohnt- verreisen und müssen am Wohnort Erholung suchen. Ein Freibad schafft dazu eine optimale Open Air- Gelegenheit für die gesamte Bevölkerung mit wenig Ansteckungspotential im Freien

Der Flückiger See stellt keine Alternative zum Außenbereich des Westbades dar, da bei der wachsenden Zahl der Nichtschwimmer dort ein erhöhtes Gefahrenpotential besteht. Auch sollte das bestehende Ökosystem des Sees nicht durch Schwimmer gefährdet oder gestört werden. Für den Freizeit-, und Schwimmsport der Vereine und Schulen ist der Baggersee -Flückinger See – völlig ungeeignet; ein Außenbecken ergänzt die bereits bestehende Infrastruktur des Hallenbades mit seinen Schwimmbecken für Training und Wettkämpfe.
___________________________________________________________________________________________
Uto R. Bonde      AFB- Pressesprecher

 

Print Friendly, PDF & Email

Rieselfeld – Walderhalt an der Mundenhofer Straße

Bäume sollen bleiben                                                        November 2020

AFB plädiert für den Erhalt des Waldes an der Mundenhofer Straße

Der Wald an der Mundenhofer Straße und das Langmattwäldchen ist für die Arbeitsgemeinschaft der Freiburger Bürgervereine (AFB) ein wichtiger Bestandteil der Mooswaldzone Freiburgs und muss bei der Planung des neuen Stadtteils „Dietenbach“; auch zur Eindämmung der Klimakrise, unbedingt erhalten werden.

Der AFB- Vorstand unterstützt die Forderung des BürgerInnenVereins Rieselfeld zum Erhalt des Waldes als wichtiger Durchlüftungsfaktor, um die klimabedingten Belastungen im Stadtteil durch die bestehende Blockbebauung auch künftig zu mildern und ausgleichen zu helfen.
Gerade hier muss das Klimaanpassungskonzept angewandt werden, das der Gemeinderat 2019 beschlossen hat. Noch ist es möglich, die Pläne für den neuen Stadtteil „Dietenbach“ so zu ändern, dass dieser Wald erhalten bleiben kann, so die Auffassung der AFB.

Die AFB fordert, dass die Folgen der vorgesehenen Abholzung von 4,4 Hektar Wald, auf das Stadtteilklima von Rieselfeld und seiner Umgebung gutachterlich ermittelt werden. „Hier muss die Freiburger Waldkonvention (2020) mit dem deutschen FSC-Standard (Forest Stewardship Council) als Grundlage städtischer Planung angewandt werden“, erinnert die AFB den Baubürgermeister Martin Haag.

Die derzeitige Pandemie macht es deutlich, wie wichtig für die Menschen ausreichend Freizeitmöglichkeiten und die Bewegung in der freien Natur und im Wald sind.

Der Wald an der Mundenhofer Straße und das Langmattwäldchen im Rieselfeld müssen in der Naherholungszone Mooswald genauso erhalten bleiben, wie der Wald im südlich benachbarten Gewann „Seehau“ (Gewerbegebiet Haid), für dessen Erhalt sich die Bürgervereine St. Georgen und Weingarten in den siebziger Jahren erfolgreich eingesetzt haben.

Das Positionspapier des BürgerInnenverein Rieselfeld vom 30.09.2020 kann hier heruntergeladen werden.

 

Print Friendly, PDF & Email

AFB trifft VAG

Jahresgespräch 2020 der AFB mit der VAG

Treffen unter Corona-Bedingungen

Die Mitgliedsvereine der AFB treffen sich turnusgemäß mit der Verwaltungsspitze der Freiburger Verkehrs AG (VAG) um aktuelle Themen aus dem Fahrbetrieb mit Bahnen und Bussen zu besprechen.

In diesem Jahr verzeichnete die VAG ab März einen gewaltigen Rückgang der Fahrgastzahlen als Folge der Corona-Pandemie, zusätzlich waren zahlreiche Mitarbeit erkrankt, so dass die Einhaltung des Fahrplanes nur mit großer Mühe aufrecht erhalten werden konnte; inzwischen normalisiert sich der Betrieb wieder. Mitte Dezember wird der Fahrplan wieder aktualisiert und die Messelinie zum SC- Stadion neu eröffnet.

Ab 2021 stehen mehrere Projekte der Netzerweiterung an: Begonnen wird die neue Strecke Waldkircherstraße/ Isfahan Allee, die in 2023 fertiggestellt sein soll. In der Salzstraße (Innenstadt) werden ab 9. Mai bis nach den Sommerferien (13. September) Gleise saniert und erneuert und dieser Streckenabschnitt stillgelegt. An der Stadtbahnbrücke Hauptbahnhof laufen bereits Sanierungsarbeiten in Absprache mit der Bahn; vorgesehen ist ab 2021 der Einbau neuer Aufzüge von den DB- Gleisen zur Stadtbahnbrücke (VAG).

Nach Gemeinderatsbeschluss wird die Erweiterung der Linie 1 Littenweiler für 2024/ 26 geplant und vorbereitet.

Im Gemeinderat wurde ebenfalls beschlossen, mit einer Machbarkeitsstudie mögliche Linienführungen der Stadtbahn St. Georgen (Ringschluss „Südschiene“) auf Realisierung zu prüfen – dies soll 2021 angegangen werden. Erst wenn eine mögliche Trasse für die Stadtbahn gefunden ist, kann mit weiteren Planungen gestartet werden- die Zuständigkeit liegt derzeit beim Garten- und Tiefbauamt (GuT).
Dringend gebeten wurde, dass an den Haltestellen der Linie 3 Vauban und Munzingerstraße ein direkter Übergang von Stadtbahn auf die 11´er Buslinie gewährleitstet wird – die VAG verwies auf den zeitlichen Unterschied des Bahntaktes von 6 Minuten und den 15 Minutentakt der Buslinie. Dazu wurden mehrere Vorschläge diskutiert, wie die Anschluss- bzw. Übergangsmöglichkeit in den Bahnfahrzeugen frühzeitig vermittelt werde könne (z.B. digitale Hinweise in den Bahnen, Lautsprecherdurchsagen oder Nutzung der VAG-App.

Der zweite Bauabschnitt der Messelinie (nördlicher Durchstich am Hauptbahnhof) zur Erweiterung der Linie zum Friedrichring/ Europaplatz (Siegesdenkmal) ist für 2027/ 2028 projektiert.

Angesprochen wurden weitere Probleme mit überfüllten Bahnen und Bussen zu Hauptverkehrszeiten, die Situation in den Schulbussen, störende Schienengeräuschen („Quietschen“), Anbindungen der Umlandgemeinden, Anschlusszeiten (letzter Bus) am Mineral- Thermal Keidelbad und einzelne Haltestellen, die noch nicht barrierefrei ausgebaut sind, wie z.B. an der Schneeburgstraße.

Eine Arbeitsgruppe des AFB- Vorstandes hat sich intensiv mit den Planungen der Stadtbahnlinie im neuen Stadtteil Dietenbach beschäftigt. Mit dem „Ringschluss Dietenbach“ macht die AFB einen Alternativvorschlag zum projektierten Planungsverlauf seitens der Verwaltung. Es besteht die Befürchtung, dass die städtische Planung hier die Option für einen möglichen Ringschluss vergibt; dazu werden noch weitere Gespräche gesucht, um das Hauptproblempunkt der Rampensituation für eine Brücke über die B 31 und Dreisam so rechtzeitig zu klären, dass für den späteren Bau noch genügend Gestaltungsraum vorgehalten wird. Die AFB stuft dieses Projekt als sehr eilig und entscheidungswürdig ein, da ihr Alternativvorschlag von Fachleuten sehr ernsthaft geprüft wurde und bereits konstruktive Ansatzpunkte aufzeigt.

Uto R. Bonde, AFB Pressesprecher

Print Friendly, PDF & Email