Archiv der Kategorie: Allgemein

Anti-Graffiti Aktion 2017

Bürgervereine sind aktiv an „Anti- Graffiti“ beteiligt

Illegale Graffiti gelten als Sachbeschädigung. In der Öffentlichkeit finden diese „wilden Beschmierungen“ viel Widerspruch. Für die Bürger und Bürgerinnen stellen sie eine Störung des öffentlichen Straßenbildes dar und auch eine Störung des Sicherheitsempfindens.

Um dem Gestaltungsdrang -meist jugendlicher- Künstler zu entsprechen, gibt es seitens der Stadtverwaltung zur Bemalung vorgesehene Flächen.

Infos zu legalen Flächen finden Sie auf der städtischen Homepage unter dem Stichwort „Jugendliche“ oder beim Garten- und Tiefbauamt.

Seit September  2007 gibt es das „Solidarmodell Anti-Graffiti“, bei dem der Verein „Sicheres Freiburg“ die Federführung zur Durchführung hat und die Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) im Vorstand aktiv mitarbeitet. Der Verein ist der operative Arm der kommunalen Kriminalprävention. Hauptziel des Vereins ist es, die Kriminalitätsverhütung in Freiburg möglichst breit zu verankern.

Kooperationspartner bei diesem Solidarmodell sind die Bürgervereine, die Malerinnung, Polizei, Justiz, VAG, Stadt Freiburg, Jugendhilfe im Strafverfahren, die Friedrich- Weinbrenner-Gewerbeschule und die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund und weitere Akteure.

Bisher gab es in folgenden Stadtteilen 12 Aktionswochen:

1. Mittel/-Unterwiehre
2. Betzenhausen/ Mooswald
3. Littenweiler
4. Opfingen
5. Oberwiehre/ Waldsee
6. Zähringen
7. Innenstadt
8. Herdern
9. Stühlinger
10. Weingarten/ Haid
11. Haslach und
12. Brühl-Beurbarung

(Chronologie und Fotos siehe Homepage www.sicheres-freiburg.de).

Im Laufe der vergangenen Jahre gelang die Entfernung von über 540 Tags und illegalen Graffitis, auf über bis zu 2550 qm großen Flächen.

Uto R. Bonde
AFB Pressesprecher

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Ausgezeichnetes Bürgerengagement

„So lebendig und vielfältig“ lobte Bürgermeister Ulrich von Kirchbach das freiwillige- gemeinschaftliche Engagement Freiburger Bürger für ihre Stadt.

Den gesellschaftlichen Einsatz würdigt die Stadt Freiburg Jahr für Jahr am Internationalen Tag des „Ehrenamtlichen Engagements“, der weltweit am 5. Dezember gefeiert wird.

Bei der diesjährigen 16. Festveranstaltung im Ballhaus Freiburg wurden in den Sälen der Tanzschule Gutmann die Leistungen ehrenamtlich und freiwillig tätiger Bürgerinnen und Bürger gefeiert. Bürgermeister Ulrich von Kirchbach zeichnete stellvertretend drei Personen und vier Projekte aus, es wurde zum sechsten Mal der AOK-Preis für präventives gesundheitliches Engagement und der Wilhelm-Oberle-Preis für soziales Engagement vergeben.

Ulrich von Kirchbach wies darauf hin, dass das bürgerschaftliche Engagement durch das freiwillige Für- und Miteinander den sozialen und demokratischen Zusammenhalt des Gemeinwesens stärke: „Freiburg bietet dank seiner lebendigen Vielfalt viele Möglichkeiten, um Erfahrungen, Kompetenzen und Vorlieben kreativ einzubringen. Davon profitieren wir alle außerordentlich.“

Zu den Geehrten zählte auch der Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee.

Als 2015 die große Zahl von Kriegsflüchtlingen auch in Freiburg ankam, wurde die alte Stadthalle binnen Wochen mit bis zu 440 Flüchtlingen belegt. Auch hier galt es schnell diesen Menschen zu helfen. Der Bürgerverein sah es als seine Verpflichtung an, sich für diese Menschen als neue Mitbürger einzusetzen. Das große Engagement beruhte auf dem Interesse, dass nur integrierte Flüchtlinge zu echten Bewohnern Freiburgs werden können. Zentral war daher die Sprachvermittlung. Noch vor dem Einzug der Flüchtlinge wurden Helferkreise mit über 450 Hilfswilligen gebildet, sowie eine Organisationsstruktur, die beispielgebend für viele Helferkreise war. Rund ein Dutzend Kooperationspartner wie Sportvereine, kirchliche, soziale und kulturelle Einrichtungen oder auch Jugendeinrichtungen und natürlich die umliegenden öffentlichen und privaten Schulen wurden nachhaltig gewonnen und mussten koordiniert werden. Bis zum Dezember wurden 160 Akteure über den Lenkungskreis des Bürgervereins koordiniert, auch um möglichst viele ehrenamtliche Helfer beim Wechsel zu den neuen Wohnquartieren zu unterstützen.

Das Flüchtlingsschicksal

Weiterhin leben die Flüchtlinge in Sorge um die in der alten Heimat gebliebenen Familienmitglieder, sie leiden unter den Erlebnissen ihrer Flucht und realisieren jetzt langsam ihre neue Lebenssituation.

Die Chancen für sie in unserem Land sind sehr unterschiedlich. Einerseits bedingt durch die eigene Persönlichkeit in Verbindung mit sozialer Prägung, Kultur und Bildung, andererseits durch politische Regelungen der Bundesregierung, einzelnen Herkunftsländern unterschiedliche Aufenthaltsquoten zuzuschreiben. So kommt es, dass Syrer, Iraker und Eritreer zu über 90% Asyl gewährt bekommen, Afghanen nur zu ca. 50 %, und Menschen vom Balkan mit Nichtanerkennung rechnen müssen, da ihre Länder zu Sicheren Herkunftsländern erklärt wurden, was im Einzelfall für die Betroffenen dramatisch sein kann.
Dem gegenüber stehen wir, ein Heer von ehrenamtlichen Helfern, und jeder Einzelne musste in den vergangenen Monaten lernen, dass guter Wille unter Umständen nicht ausreicht. Jeder Schritt war auch für Hauptamtliche und Verwaltung neu, es gab keine erprobten Richtlinien und guter Rat war oft teuer. Bei aller Sympathie und Hilfsbereitschaft drehte man sich gelegentlich im Kreis oder scheiterte an verwaltungstechnischen Auflagen, die durchaus vernünftig klangen, am Ende aber vieles scheitern ließen.
Frust gesellte sich zu den verschiedenen Gefühlen, die einen sowieso schon beherrschten: Hatte die Verständigung geklappt oder traute sich der Andere bloß nicht zu sagen, dass er keine Lust hat? Gab es Missverständnisse oder nur unterschiedliche Wertigkeiten? Wie kann man falscher Erwartungshaltung begegnen oder wie kann man Mut machen, neue Schritte zu wagen? Geholfen hat immer persönliche Empathie im Gleichgewicht mit einem pädagogischen Ansatz als Integrationshilfe.
Das aber erforderte oft viel Energie und persönliche Stabilität und deshalb ist es kein Wunder, dass der Helferkreis zu einem harten Kern zusammengeschmolzen ist. Kraftgeber ist die gegenseitige Sympathie und die Bereicherung, die auch wir bei unserem Einsatz auf vielfältige Weise erfahren. Offenheit, Herzlichkeit und Gelassenheit sind einige davon, dazu kommt die Gelegenheit, eigenes Verhalten zu hinterfragen und Routinen zu durchbrechen.

Für viele von uns sind Freude und Erfolgserlebnisse die vorherrschenden Momente und so haben wir uns alle tatkräftig eingesetzt, so das Resümee´ des Bürgervereins; stellvertretend nahm Vorsitzender Hans Lehmann mit einer Delegation die städtische Ehrung in Empfang. Tage zuvor vertrat Lehmann alle ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer Freiburgs in einer Talkrunde im Ersten Fernsehprogramm.

Text/AFB: Uto R. Bonde   -AFB Pressesprecher-  // Foto:  Fionn Große/ Bv

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AFB zur Straßenbenennung

Mehrheit plädiert für den Verbleib der Namen

Eine Mehrheit der in der Arbeitsgemeinschaft der Bürgervereine (AFB) zusammengeschlossenen 18 Bürgervereinen hat sich bei einer Rundfrage zum Freiburger Namensstreit für die Beibehaltung der Straßenbezeichnungen ausgesprochen.

Die Einschätzung der vom Gemeinderat eingesetzten Expertenrunde wurde sehr unterschiedlich bewertet. Zum Teil sehr kontrovers werden auch die Lebensleistungen der „beanstandeten“ Personen eingeschätzt, die von der Kommission vorgeschlagen werden, sie von den Straßenschildern zu tilgen.

Eine Mehrheit der Bürgervereinsvertreter kann sich eher vorstellen, dass Straßenbezeichnungen mit zusätzlichen Textergänzungen über den Namensträger versehen werden.
Einigkeit bestand bei allen Befragten, dass über alle historischen Ereignisse und Personen diskutiert werden könne. Viele äußerten die Sorge, das Thema würde „zu hoch gehängt und zu emotional von Befürwortern und Gegner behandelt“.

Die Zeitgeschichte sollte trotz aller Kontroversen „nicht neu geschrieben“ werden, wurde argumentiert.

Uto R. Bonde
AFB- Pressesprecher

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Bürgervereine im Gespräch mit Gemeinderäten

Sanierte Wohnungen müssen für Mieter bezahlbar bleiben

  • muss die Stadt sich selbst mehr um Sozialwohnungen kümmern?
  • kritische Bürgerfragen sind kein Querulantentum

Die 18 Freiburger Bürgervereine leisten seit Jahrzehnten wertvolle Arbeit im Rahmen der Bürgerbeteiligung in ihren Stadtteilen;“ unsere Wortmeldungen sind Ausdruck verantwortungsvollen Einsatzes für das Freiburger Gemeinwohl – und kein Querulantentum“, erklärte der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) bei einer gemeinsamen Aussprache mit Vertretern aller Gemeinderatsfraktionen.

Eines der Hauptthemen war die Wohnungssituation; insbesondere der hohe Bedarf an kostengünstigem Wohnraum für junge Familien und einkommensschwächere Mietergruppen. Viele Bürger fragen, warum preiswerter Wohnraum im Stadtgebiet zu Gunsten neuem, teuren Wohnungen abgerissen wird, deren Mieten oft nach Sanierungen von der angestammten Bewohnerschaft nicht mehr bezahlt werden kann.

Werden die Freiburger Mieten durch diese überregionale Werbung noch zusätzlich in die Höhe getrieben?
Muss deshalb wertvoller Mooswald geopfert werden?

Zahlreiche Stellungnahmen wurden zu den Auslegungen von Baugenehmigungen nach § 34 BauGB; Bauen im (vorhandenen) Innenbereich vorgetragen; es herrschte verbreitet die Meinung vor, dass „dieser Gummiparagraf beliebig durch Bauträger ausgelegt“ werde und daher zu umstrittenen Projekte in den Stadtteilen führe.

Massive Kritik wurde auch an Entscheidungen des Denkmalschutzes (als „zahnloser Tiger“ bezeichnet) vorgetragen, da manche Verwaltungsentscheidung nur mit großen Zweifeln zur Kenntnis genommen werden könne, wie beispielsweise beim „Schwarzwaldhaus“, dem „Amerikahaus“ und beim Wohnhaus in der Wiehre, wo es um die Fassadenbemalung ging.

Etliche Bürgervereine beklagten, dass sie in ihren Stadtteilen erhebliche ehrenamtliche Arbeit investiert haben in dem sie Befragungen/Erhebungen und Zukunftsvisionen „wie wollen wir in unserem Quartier künftig leben“ entwickelt haben. Diese seien von zahlreichen Arbeitskreisen erarbeitet und in Schriftform gegossen worden, wie z.B. STEP (Stadtteilentwicklungspläne), STELL (Stadtteilleitlinien) und Erhebungen zur Sozialstruktur (Rahmenpläne) sowie zur Lebenssituation älterer Menschen. Wo diese Ergebnisse nun in die städtischen Planungen eingeflossen seien, sei ihnen kaum nachvollziehbar.

Auch viele der Bürger, die ehrenamtlich mitgearbeitet haben, fragten sich nun, wo diese Ergebnisse in der Stadtpolitik wieder zu finden seien bzw. ob sie sich umsonst engagiert hätten.

Die AFB erinnerte die Gemeinderatsvertreter, dass für die umfangreicher gewordene Beteiligungsarbeit in den Stadtteilen, durch vermehrt Kommunikation, Koordination, Sach- und Verwaltungsarbeit, auch für die Bürgervereine und die AFB geeignete Arbeitsräumlichkeiten notwendig seien. Die Arbeit der Bürgerbeteiligung könne nicht permanent in Nebenzimmern von Gasthäusern, bei Kirchengemeinden oder in den Wohnzimmern der Vorstände stattfinden.

Die anwesenden Gemeinderäte/ Gemeinderätinnen versicherten, dass sie auch in Zukunft mit der AFB stadtteilübergreifende und mit den Bürgervereinen quartiersbezogene Kommunikation pflegen wollen um verträgliche Lösungen zu erreichen.

Uto R. Bonde
AFB- Pressesprecher

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Kämpfer für Haslach: Hubert Nixdorf erhält Landesehrennadel

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OB Salomon übergibt die Ehrennadel des Landes Baden- Württemberg an Hubert Nixdorf.

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von rechts: OB Salomon; Eheleute Nixdorf und Markus Schupp, Vorsitzender des Lokalvereins Haslach

In fast allen Stadtteilen der Stadt laden Bürgervereine zu Festen und Feiern ein – so auch in Haslach. Einer der Höhepunkte des 10. Haslacher Stadtteilfestes war neben dem Besuch von OB Dieter Salomon dieses Jahr die Auszeichnung eines langjährigen engagierten Bürgers für seine ehrenamtliche Arbeit über Jahrzehnte für seinen Stadtteil. Für vier Jahrzehnte bürgerschaftlicher Arbeit überreichte OB Salomon die silberne Ehrennadel des Landes Baden- Württemberg an Hubert Nixdorf.

Das Stadtoberhaupt fand viele ehrende Worte für das sehr umfangreiche Engagement des 72-jährigen Bürgers, der eine sehr hohe Akzeptanz und Anerkennung im Stadtteil geniest. Auch das ständige Engagement der AFB und aller Bürgervereine lobte OB Salomon. AFB Vorsitzende Ingrid Winkler sprach ihrem Stellvertreter Nixdorf den Dank der Bürgerschaft und Bürgervereine für sein unermüdliches und selbstloses Eintreten aus -Pressesprecher Uto R. Bonde skizzierte den beruflichen Werdegang des beispielhaften Bürgers in Uniform, Oberstabsfeldwebel a.D. Hubert Nixdorf.

Bereits 1976 wurde er zum Elternvertreter in der Haslacher Vigelius- Grundschule gewählt. In gleicher Funktion war in der Pestalozzi Realschule (6 Jahre) und im St. Ursula Mädchengymnasium (8 Jahre) engagiert, ebenso fünf Jahre als stellvertretender Gesamtelternbeiratsvorsitzender aller Freiburger Schulen. Das Wohl und Weh der Pestalozzischule beschäftigte ihn seit 1990 als er dort den Förderverein gründete und bis in jüngster Vergangenheit auch leitete. Seit 2001 nahm er regen Anteil an der Vorstandsarbeit des Haslacher Lokalvereins dessen 1. Vorsitzender er dann auch für 9 Jahre übernahm. In dieser Zeit war der Lokalverein eine vielgefragte Anlaufstelle und Partner der Stadtverwaltung bei zahlreichen lokalen Entwicklungsthemen aus den Bereichen Soziales, Wohnen, Sanierungsgebiete, Schulen und Stadtentwicklung – beispielhaft ist das jährliche Dreikönigstreffen als öffentliches Forum für Bürgerfragen, das auch von Hubert Nixdorf engagiert moderiert wurde.
Ab 2009 übernahm er auch Mitverantwortung im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Freiburger Bürgervereine (AFB), wo er seit zwei Jahren als stellvertretender Vorsitzender die Interessen aller 18 Freiburger Stadtteilvertretungen wahrnimmt.

Text und Fotos: Uto R. Bonde, AFB Pressesprecher

 

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AFB- Vorstand wieder komplett

Ingrid Winkler – neue AFB Vorsitzende

2016_ Vorstand Nachwahl

Der AFB- Vorstand 2016 (vlnr): Hubert Nixdorf, Andreas Rössler, Dieter Kroll, Angelika Müller, Jörg Dengler, Ingrid Winkler, Bernd Beßler, Uto R. Bonde Foto: AFB

Der Dachverband der 18 Freiburger Bürgervereine hat mit einer Nachwahl wieder alle Vorstandsämter besetzt.

Einstimmig wurde die bisherige kommissarisch tätige Stellvertreterin, Ingrid Winkler, zur neuen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft ( AFB ) gewählt; sie bleibt weiterhin auch Vorsitzende des Bürgervereins Herdern.

Im Amt des Stellvertreters folgt ihr der bisherige Schriftführer Bernd Beßler vom Bürgerverein Zähringen.

Die Schriftführung übernimmt (neu) Angelika Müller (Bv Günterstal).  Nachgewählt wurden die beiden Beisitzer: Dieter Kroll (Vorsitzender Bürgerverein Opfingen) und Andreas Rössler (Vorsitzender des BürgerInnenvereins Rieselfeld).

Bei den weiteren Vorstandsposten Pressesprecher (Uto R. Bonde) und Kassier (Ludwg Pl. Marbe) sowie dem weiteren Stellvertreter (Hubert Nixdorf) gab es keine Veränderungen.

Die Nachwahlen waren notwendig geworden, da die bisherigen Amtsinhaberinnen Anca Rossler- Koslar, Daniela Ullrich und  Zinaida Nabulsi ausgeschieden sind.

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Beteiligungsarbeit zur Stadtentwicklung

Bürgervereine leisten wertvolle Beteiligungsarbeit zur Stadtentwicklung
— Städtische Unterstützung muss auf den Prüfstand –

Die 18 Freiburger Bürgervereine leisten seit Jahrzehnten wertvolle Arbeit im Rahmen der Bürgerbeteiligung in ihren Stadtteilen, „ihre finanzielle Förderung muss dringend aktualisiert werden“, stellt der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) fest.

In den letzten Wochen hat der AFB–Vorstand mit allen Fraktionen des Gemeinderates intensive Gespräche geführt. Bei dem offenen Meinungsaustausch stellte sich die AFB in ihrer neuen Zusammensetzung nach den Vorstandswahlen vor.

Seit über 60 Jahren ist die AFB das gesamtstädtische bürgerschaftliche Sprachrohr aller Bürgervereine und nimmt zu relevanten stadtteilübergreifenden Themen Stellung und fördert den gesamtstädtischen Blick.

Besonderes Augenmerk benötigen die strukturellen Zukunftsplanungen, aber auch die Begleitung von Großbauprojekten und die strikte Einhaltung der vereinbarten Planungsausführung. Wegen der restriktiven Anwendung des Datenschutzes seitens der Verwaltung erfahren die Bürgervereine oft nur über Anliegerinformationen von baulichen Vorhaben- oft müssen hier noch Gespräche bei Verwaltung und Bauträgern eingefordert werden, wenn wichtige Folgewirkungen nicht genügend beachtet wurden. Mit konstruktiver Kritik versuchen Bürgervereine und AFB berechtigte Bürgerinteressen des Stadtteiles in planerische Entscheidungen einzubringen- als sachkundige Bürgervertreter werden sie in der Regel auch angehört. Um die Anhörungs- und Beteiligungsverfahrung für alle Verwaltungsebenen zu vereinfachen, wird derzeit im Baudezernat an einer entsprechenden Gemeinderatsvorlage gearbeitet. Viel Ehrenamtszeit kostet die Mitarbeit etlicher Mitglieder im Rahmen des derzeit laufenden Prozesses für den Perspektivplan für die Zukunftsplanung Freiburgs.

Erheblichen Handlungsbedarf sieht die AFB in der finanziellen Unterstützung der vielen ehrenamtlich geleisteten Aktivitäten der Bürgervereine. In den vergangenen Jahren wurden hierbei mehrere wichtige bürgerschaftliche Befragungen/Erhebungen und Zukunftsvisionen entwickelt, die von Arbeitskreisen erarbeitet und in Schriftform gegossen wurden wie STEP (Stadtteilentwicklungspläne), STELL (Stadtteilleitlinien), Erhebungen zur Sozialstruktur (Rahmenplan) und zur Lebenssituation älterer Menschen. Für diese sehr umfangreiche bürgerschaftliche Arbeit wird eine wirtschaftliche Unterstützung aus dem Stadtsäckel erforderlich – die bestehenden Regelungen wie Sockelbetrag (1200 Euro p.a. je Bürgerverein) und Aktivitätszuschuss (je nach Umfang der Bürgervereinsaktionen) gelten unverändert seit 13 Jahren – eine Anpassung ist längst überfällig. Hierüber soll nun neu verhandelt und neue, angepasste Beträge sollten im Haushalt beschlossen werden. Hierzu haben Gemeinderäte ihre Mitwirkung signalisiert (siehe auch der entsprechende Antrag der CDU- Fraktion und Freiburg Lebenswert (FL/FF).
Die Beteiligungsarbeit ist umfangreicher geworden und macht vermehrt Kommunikation, Koordination, Sach- und Verwaltungsarbeit notwendig.
Die AFB als Dachorganisation der Bürgervereine braucht dringend eine zentrale Räumlichkeit; hier stellt sich die AFB die ständige Benutzung einer der drei vorgesehenen Bürgerräume im neuen Rathaus im Stühlinger vor.
Zu den bisherigen Fraktionsgesprächen zieht Anca Rosler-Koslar, AFB- Vorsitzende, folgendes Fazit:

„Die Fraktionen haben unsere Anliegen insgesamt positiv aufgenommen, überall war der Austausch gut, fruchtbar und mit deutlichem Interesse an echten guten Lösungen für die Bürgervereine und die AFB“.

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AFB beim Tag der offenen Tür der neuen BEA

BEA_  Nixdorf+ RP'in Schäfer + Fehrenbacher_ 2015_08_28_ WEB
Foto: AFB, Uto.R.Bonde

Die AFB hat nicht nur vor Wochen Zeichen gesetzt für die Aufnahme von Flüchtlingen- mit einer beachteten Pressemeldung.
Auch beim Tag der Offenen Tür der Bedarfsorientierten Erstaufnahmeeinrichtung (BEA) als Informationsveranstaltung für die in der Nachbarschaft lebenden Menschen am Samstag, 29. August waren zahlreiche Vertreter der AFB und Vorstandsmitglieder der Bürgervereine Haslach und St. Georgen anwesend. Mit ihrer Präsenz demonstrierten sie den Willen, sich engagiert für eine geordnete Not-Unterbringung in Freiburg einzusetzen. Der Vorschlag für diesen Tag der offenen Tür kam aus den Reihen der Bürgervereine und viele Anwohner nutzten diese Gelegenheit, sich persönlich ein Bild von den neuerstellten Zeltbauten, der Aufteilen der einzelnen Bereiche und der geplanten organisatorischen Abläufe der Flüchtlingsaufnahme zu machen.
Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und das RP-Team um Ansgar Fehrenbacher erläuterten die Rahmenbedingungen, wie es zu dieser Notaufnahmestelle auf dem Gelände der Landespolizeiakademie kam.
Unter den interessierten Zuhörern waren auch Bundestagsabgeordnete und zahlreiche Gemeinderätinnen und Gemeinderäte.

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Stadttunnel; Aufnahme in oberste Priorität gefordert

Schreiben der AFB an das Bundesverkehrsministerium vom 03.08.2015

An das
Bundesministerium für Verkehr
und digitale Infrastruktur
-Ministerbüro-
Invalidenstraße 44
10115 Berlin

Bundesverkehrswegeplan; Stadttunnel in Freiburg

Aufnahme des gesamten Stadttunnels in den vordringlichen Bedarf

Sehr geehrter Herr Minister Dobrindt,

sehr geehrte Damen und Herren,

wir gehen davon aus, dass sowohl Sie, wie auch die gesamte Bundesregierung, für die Anliegen der Bürger offen ist und wenden uns daher direkt an Sie.

Wir sind die Arbeitsgemeinschaft der Freiburger Bürger-, Lokal- und Ortsvereine (AFB), ein Zusammenschluss von 18 Freiburger Bürgervereinen, die jeweils einen Stadtteil vertreten und sich für die Interessen der Bürger einsetzen. Auch beteiligt sind die Stadtteile, in denen ein Ortschaftsrat besteht. Die AFB hat eine Bündelungsfunktion und nimmt sich solcher Themen an, die über einzelne Stadtteile hinaus bedeutend sind. Sie begleitet die Entwicklungen der Stadt mit konstruktiver Kritik und unterstützt zukunftsfähige Ideen.

Nach unserer Kenntnis soll in Kürze eine Entscheidung darüber fallen, ob der projektierte Frei­burger Stadttunnel, der als Teil der B31 die Verbindung zwischen der BAB A5 und dem Schwarzwald/Bodenseeraum herstellen soll, in den vordringlichen Bedarf des neuen BVWP aufgenommen werden soll. Wir wenden uns namens der Freiburger Bürger mit der großen Bitte an Sie, den Freiburger Stadttunnel mit seinen beiden Röhren als Infrastrukturmaßahme der Region in den vordringlichen Bedarf des neuen BVWP festzuschreiben.

Nach unserer Meinung sind die folgenden Gründe unabweisbar:

    1. Zurzeit bewegt sich der gesamte Verkehr von Westen Richtung Schwarzwald auf der B 31 durch die Stadt Freiburg. Das beeinträchtigt den Verkehrsfluss des innerstädtischen Verkehrs in hohem Maße. Einen sehr großen Anteil, der laut Prognosen noch erheblich wachsen soll, macht dabei der belastende Lkw-Verkehr aus (Luft, Lärm, Verkehrsfluss)
    1. Die ist umso bedenklicher, weil die Stickstoffdioxidkonzentration ständig stark zunimmt und die vorgeschriebenen Grenzwerte massiv überschreitet.
      als lokale Hintergrundinformation wird mitgeteilt:
      Die Einrichtung einer Umweltzone wird derzeit aus verkehrstechnischen Gründen nicht in Betracht gezogen, da sonst der gesamte (LKW-) Verkehr über regionale Nebenstraßen in Richtung Schwarzwald/Bodensee geleitet werden müsste.
    2. Innerstädtisch wird durch die B 31 die Stadt in zwei Teile zerschnitten, was zu massiven Einschränkungen der Anlieger und benachbarter Stadtquartiere führt.
      als lokale Hintergrundinformation wird mitgeteilt:
      Bei der Fertigstellung des östlichen Teils des Stadttunnels vor vielen Jahren erhielt die Freiburger Bürgerschaft die Zusage, dass auch der westliche Teil kurzfristig gebaut werde. Diese damalige Zusage ist in den Entscheidungsgremien in Vergessenheit geraten.
    3. Bei den großen Fraktionen des Freiburger Gemeinderates besteht eine erstaunliche Einigkeit darüber, dass der Stadttunnel vordringlich gebaut werden muss. Deshalb hat der Gemeinderat bereits die Kosten der Vorplanung für den Stadttunnel übernommen.

Wir bitten Sie deshalb dringend um die Aufnahme des gesamten Stadttunnels als vordinglicher Bedarf in den neuen Bundesverkehrswegeplan und bedanken uns schon im Voraus dafür.

Mit freundlichen Grüßen

 

Anca Rosler-Koslar
Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Freiburger Bürgervereine

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Freiburg hilft zufluchtsuchenden Menschen in ihrer Not

24.07.2015; AFB nimmt Stellung:

Freiburg hilft zufluchtsuchenden Menschen in ihrer Not

Die Bevölkerung von Freiburg nimmt Anteil am harten Schicksal von Menschen die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung in ihren Heimatländern hier ankommen.

Die 18 in der AFB zusammengeschlossenen Bürgervereine sind aufgeschlossen für Menschen, die in Freiburg Zuflucht, Obdach und ein friedliches Miteinander suchen.

Wir unterstützen aus Überzeugung alle Bemühungen unserer Stadt und des Landes um eine menschenwürdige Behandlung für diese Menschen in ihrer existenzieller Notsituation zu erreichen.

Wir rufen alle Menschen und Gruppierungen in Freiburg auf, sich nach ihren Möglich-keiten dafür zu engagieren, dass menschliche Not rasch gelindert und eine humane Lebenssituation baldmöglichst erreicht wird.

Die Menschen in Freiburg sind  hilfsbereit und großzügig- sie sind zur aktiven Mithilfe bereit, soweit es in ihren ehrenamtlichen Kräften und Möglichkeiten steht. Die Stadt-verwaltung muss die Strukturen schaffen, damit die ankommenden –meist traumatisierten- Menschen jeden Alters hier zügig mit der Sprache und den Gewohn-heiten unserer Lebensgemeinschaft vertraut gemacht werden.

Wir bitten darum, dass für Familien eine sichere Versorgung und insbesondere für Kinder und unbegleitete Jugendliche Maßnahmen zur Stabilisierung und Eingewöhnung in die für sie neuen Verhältnisse und Umfeldsituationen geschaffen werden. Es gilt diesen Menschen gut und schnell den Weg zur Teilhabe zu verschaffen; dazu gehört ganz besonders das Vermitteln von Sprach- und Kulturkenntnissen als der wichtigsten Grund-lage für ein menschliches Miteinander von Zufluchtsuchenden und der Kommunikation mit der Bevölkerung.

Es dürfen auch nicht alle Standards und Ansprüche über den Haufen geworfen werden, weil es jetzt um schnelle Lösungen gehen muss

Auch benötigen diese Menschen in einer für sie völlig fremden Umgebung mit neuen Sitten und Gebräuchen eine ständige Betreuung/ Begleitung, auch in den Abend- und ggf. Nachtstunden, zur Eingewöhnung und Integration in dieser fremden Welt.

Die Menschlichkeit verlangt von uns allen, dass wir mit tätiger Mithilfe zur Linderung der Flüchtlingssituation beitragen– auch in Freiburg.

Freiburgs Bürgerschaft hat in jüngster Vergangenheit oft bewiesen, dass mit gemeinsamen Aktionen Menschen in aller Welt geholfen werden konnte – jetzt verlangt die Welle von Zufuchtsuchenden unser überzeugendes Engagement für die Menschen in unserer Nachbarschaft – helfen wir ihnen gute neue Nachbarn in Freiburg zu werden.

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